Die Homöopathie, die am längsten bestehende alternative Medizin in Europa, wurde 1796 von Samuel Hahnemann entwickelt. Hahnemann lehnte die Schulmedizin des späten 18. Jahrhunderts als irrational und nicht ratsam ab, da sie weitgehend unwirksam und oft schädlich war. Er befürwortete die Verwendung von Einzelmitteln in niedrigeren Dosen und vertrat eine immaterielle, vitalistische Auffassung von der Funktionsweise lebender Organismen. Der Begriff Homöopathie wurde von Hahnemann geprägt und erschien erstmals 1807 im Druck. Er prägte auch den Ausdruck „allopathische Medizin“, der sich abwertend auf die traditionelle westliche Medizin bezog.
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