Der Commissioner for Entrance Examinations (CEE) des Bundesstaates Kerala hat das Online-Anmeldeverfahren für postgraduale Studiengänge in Homöopathie an den staatlichen homöopathischen Hochschulen in Thiruvananthapuram und Kozhikode gestartet. Bewerber*innen, die den All India AYUSH Postgraduate Entrance Test (AIAPGET) 2025 bestanden haben, können sich bewerben.
Registrierung und Zulassungskriterien
Die Anmeldung für postgraduale Homöopathie-Studiengänge 2025/26 läuft ab sofort. Interessierte Studierende können sich über die CEE-Website registrieren. Nach Erhalt des Prospekts müssen die Bewerber*innen ihre vollständigen akademischen Unterlagen einreichen; die Zulassung erfolgt anschließend auf Grundlage der AIAPGET-2025-Rangliste des CEE.
Für die Zulassung ist ein Mindestprozentrang von 50 für Bewerber*innen der Allgemeinen Kategorie und der wirtschaftlich schwächeren Schicht (EWS) erforderlich, 40 für Scheduled Castes (SC), Scheduled Tribes (ST) sowie sozial und bildungsbenachteiligte Klassen (SEBC) und 45 für Menschen mit Behinderung aus der Allgemeinen Kategorie/EWS. Außerdem müssen die Bewerber*innen über einen Bachelor of Homeopathic Medicine and Surgery (BHMS) oder einen gleichwertigen BHMS-Abschluss verfügen, bei der zuständigen Behörde registriert sein und ein einjähriges Praktikumsjahr absolviert haben.
Homöopathie in der medizinischen Ausbildung
Die Homöopathie nimmt im indischen Gesundheitswesen eine besondere Stellung ein, wobei Kerala als Zentrum für akademische und klinische Ausbildung gilt. Die postgradualen Programme ermöglichen es Studierenden, ihr Wissen über homöopathische Konzepte zu vertiefen, ihre klinische Praxis zu verbessern und zur Weiterentwicklung dieses alternativen Fachgebiets beizutragen. Das strukturierte Ausbildungssystem in Kerala zeigt, wie sich die Homöopathie in einem anspruchsvollen akademischen und medizinischen Umfeld entwickelt.
Die Philosophie hinter der Homöopathie
Die Ende des 18. Jahrhunderts vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann entwickelte Homöopathie basiert auf dem Prinzip „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“. Stoffe, die bei Gesunden bestimmte Symptome auslösen, werden stark verdünnt eingesetzt, um bei Patient*innen mit ähnlichen Beschwerden die Selbstheilung anzuregen. Durch weiterführende Studien in Kerala vertiefen Praktizierende ihr theoretisches Verständnis und setzen diese Konzepte in der Klinik um – und führen so ein Erbe fort, das in Deutschland begann und heute weltweit verbreitet ist.